Neue Intel-GPUs, seltsame Musik und Demo-Scene | #18

Shownotes

Keno erschrickt im Hannoveraner Einkaufzentrum.

Mit Christian Lutz-Weicken und Jan-Keno Janssen

Feedback immer gerne an: 4004@ct.de


Kapitelübersicht

00:00 Intro
03:40 Take der Woche: KI-Kunst macht menschliche Kunst besser
13:06 Intel Arc Pro B70: 32 GB VRAM für 1250 Euro
17:12 RAM-Krise: Raspberry Pi wird teurer
23:09 Iconic Arcade & Retro-Gaming-Emulation
27:28 Worldcoin: Sam Altmans fragwürdiges Iris-Projekt
34:20 OpenAI vs. Anthropic: Codex enttäuscht, lokale Modelle überzeugen
40:24 Würdest du lieber: Spoiler-Trailer oder Zufallsfilme?
48:09 Cisco Security Breach durch KI-gestützten Hackerbot
53:15 Shoutout: Revision Demo Party & Demo-Scene


Erwähnte Links & Quellen


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Transkript anzeigen

Hallo, schön, dass ihr da seid. Heute sprechen wir über großnasige Doppelhalsgitarristen, über eine neue Intel-Grafikkarte – und wir lästern über Sam Altman. Viel Spaß bei c’t 4004!

Ja, Mensch! Wir sind pumped! Herzlich willkommen hier bei c’t 4004. Hallo, mein lieber Herr Christian, Herr Lutz-Weicken.

Tag. Hallo Keno, freut mich, dich zu sehen. Wir hatten wieder gar keine Probleme mit der Technik.

Hatten wir noch nie in diesem Podcast. Wird auch in der Zukunft wahrscheinlich nicht passieren, ist erstmal nicht geplant. Wir sind da total entspannt reingegangen. Wir gehen einfach hier rein, drücken einen Knopf und sind total entspannt, können wir reden.

Genauso läuft das. Plug and Play.

Deswegen sind wir auch schon am Ostermontag hier. Frohe Ostern rückwirkend an alle. Das haben wir leider in der letzten Folge verpasst zu sagen. Hoffe, ihr hattet schöne Ostern.

Ach so, ja stimmt, das ist eine wichtige Information.

Genau, ich bin nämlich jetzt erstmal auf Reisen und bin in Japan für dreieinhalb Wochen. Deswegen nehmen wir das jetzt schon auf, aber keine Angst – ich werde auch eine Folge c’t 4004 aus Japan aufnehmen. Und für die eine Folge da wird sich Chris noch jemanden einladen. Da bin ich selber mal gespannt, was er da macht.

Ja, und ich erst.

Wir haben auf jeden Fall eine Korrektur. Habe ich verbockt. Ich habe nämlich – wir haben darüber geredet, dass es jetzt harte Daten dazu gibt, wie oft Windows abstürzt, wie oft macOS abstürzt. Laut dieser Analyse gibt es über doppelt so viele App-Crashes in Windows wie in macOS und siebeneinhalb Mal mehr hängende Apps. Das Ganze wurde herausgefunden – da habe ich gesagt, dass es von einer Analystenbude veröffentlicht worden ist. Das ist aber von Omnissa gekommen. Die sind aus den VMware-Trümmern hervorgegangen. Das ist eine Unified Endpoint Management Firma, ein Digital Workspace Management. Keiner kann sich was darunter vorstellen, aber die verwalten halt Firmengeräte, und zwar sehr viele, und machen da sehr genaue Telemetrie – deswegen haben die diese Daten.

Okay, dann kann man ja auch schon daraus zurückschlussfolgern – ich hatte ja letztes Mal gleich gesagt, dass Windows halt auf jeder Kartoffel läuft und dass da richtig viel schlechte Hardware gibt. Aber im Corporate-Umfeld sollte ja zumindest ein gewisser Mindeststandard gewahrt werden. Deswegen kann ich das dann auch gleich mal hier spontan zurücknehmen.

Super. Gleich Doppel-Correction. Und dann habe ich noch einen Take. Ich darf den Take machen.

Bitte, ja, hau raus.

Der ist nämlich ziemlich rasant. Mein Take ist, dass KI-generierte Kunst – das habe ich hier in Anführungszeichen gemacht, weil KI-generiert und Kunst, keine Ahnung – also zum Beispiel Musik, das führt dazu, dass menschgemachte Kunst aufregender, besser, kreativer wird. Denn es hat in der Geschichte ja sowas schon mal gegeben. Da wurde nämlich die Fotografie erfunden und auf einmal malte niemand mehr gegenständlich, weil solche Bilder konnten ja auf einmal alle machen mit einer Fotokamera. Stattdessen entstand Impressionismus, Expressionismus, Kubismus, Dada – Shoutout Hannover, Kurt Schwitters. Also all die interessanten Sachen. Und da komme ich natürlich auf diesen Take, weil ja diese Band Angine de Poitrine...

Nie gehört.

Ja, haben wir gerade schon beim Vorgespräch festgestellt. Ich wollte sagen, jeder hat das schon gehört. Aber du noch nicht. Das ist auf jeden Fall eine zweiköpfige Band aus Kanada und da geht ein Video wirklich sehr viral, also viele Millionen, sieben, acht, neun Millionen Zugriffe schon. Und da sagen jetzt auch in den Kommentaren ganz viele Leute: Ich freue mich so, dass das hier nicht KI-generiert ist, und das ist wie Balsam für meine Seele, weil das halt so menschlich wirkt und nicht so KI.

Das klingt jetzt irgendwie komisch, weil es wirkt nämlich so weird, dass der erste Impuls ist: Ist das echt, ist das KI-generiert? Aber wenn man sich das anguckt, merkt man auch, wie unperfekt das ist, oder dadurch wieder perfekt, komplex. Das sind halt zwei Typen, die so Outfits, Kostüme anhaben, mit so Punkten und riesenlangen Nasen und riesenlustigen Hüten. Und die machen auch ganz weirde Musik. Die ist so mikrotonal, also das ist nicht so C-D-E-F-G und dann vielleicht noch Halbtöne, sondern die benutzen auch noch die ganzen Vierteltöne dazwischen. Der eine benutzt so eine Doppelhalsgitarre – also ich glaube, das ist gar keine Doppelhalsgitarre, sondern das ist sozusagen kombiniert Gitarre und Bass. Spielt da so mikrotonal drauf. Und die andere Person – ich glaube, man weiß nicht mal, ob das Männer sind, weil die sind so krass verkleidet, dass man das halt nicht sehen kann. Die haben auch so coole Alien-Namen. Also alles sehr weird, aber Leute mögen das, weil es eben etwas ist, was KI nicht kann, weil es eben die menschliche Kreativität so in den Vordergrund hebt.

Ja, und ich mag auch Weirdness auf jeden Fall. Und ich hab grad kurz zwei Sekunden reingeguckt.

Ja, und das ist halt die These: Dass KI-generierter Kram halt nur quasi so einen Durchschnittswert bilden kann. Und der kann vielleicht Coldplay problemlos generieren, aber halt nicht sowas.

Wobei natürlich eingefleischte AI-Fans jetzt sagen würden: Moment, halt mein Bier. Das ist natürlich stark vom Trainingsmaterial abhängig. Und anscheinend sind die gängigen Musikmodelle, wie zum Beispiel Udio oder so, nicht genug auf Jazz getunt. Ich habe auch mal versucht, da so ein bisschen Jazz rauszuholen, und das war alles sehr brav. Und als ich da kurz reingeguckt habe, musste ich gerade kurz an Thundercat denken, den ich nämlich vor drei Wochen live gesehen habe und von dem ich großer Anhänger bin. Der spielt halt auch einfach so crazy Bass wie kaum irgendjemand. Und interessanterweise hat der auch so einen, ich glaube, zehnseitigen Bass oder so was. Also Stichwort Doppelhalsgitarre. Ich gebe dir da recht. Ich habe tatsächlich über Ostern eine kleine Rennradtour um den Maschsee gemacht und hab dann dieses Album komplett gehört von diesen Angine de Poitrine. Also kann man sich wirklich anhören, es ist nicht nur weird, sondern ich fand das eigentlich ganz geil. Also wirklich nicht nur wegen der Weirdness, sondern einfach, weil es echt gute Musik ist.

Das ballert auch, aber ich hatte halt wirklich das Gefühl – ich habe halt an dieses Video gedacht, und das Video, man muss ja nicht unbedingt dazusehen, aber dieser Live-Auftritt, das sieht wirklich wahnsinnig weird aus. Und es gibt ja auch wahnsinnig weirde KI-Videos. Also Weirdness kann KI ja eigentlich. Irgendwelche Sachen, die gar nicht passieren dürften, dass irgendwie ein Kopf aus dem anderen Kopf rauskommt und aus dem Fuß kommt. Deswegen denkt man ja auch bei dem Video sofort kurz, impulsiv, ob das vielleicht AI ist. Aber wenn du das dann fünf Sekunden länger anguckst, dann merkst du diese ganzen Mikro-Referenzen und diesen ganzen Humor – das ist halt so dieser menschliche Funken, den man halt nicht richtig erklären kann. Den hört man in der Musik und den sieht man auch in diesem Live-Auftritt. Das ist es halt, was KI nicht kann. Aber das ist halt auch etwas, das man ganz schwierig in Worte fassen kann.

Ja, ich würde da auch zumindest teilweise mitgehen und sagen, dass das quasi auch wieder Full Circle gehen kann und auch in der Kunst wieder aufgegriffen werden kann. Ich musste dann gerade an diesen chinesischen Maler Gao Hang denken, der malt solche Low-Poly, GTA-3-mäßigen Porträts. Und das ist auch was, was mich voll abholt. Irgendwie total interessant, in diese Low-Poly-mäßigen Welten dann wieder so einen Human Touch reinzubringen. Also ich bin dem nicht abgeneigt, auf jeden Fall. Aber ich gehe noch nicht komplett mit und sage, ja, auf jeden Fall bringt AI-Kunst den Human Touch wieder zurück in der normalen Kunst. Also ich sehe da schon große Probleme auf Kunstschaffende zukommen in den nächsten Jahren.

Dieser Human Touch, der wird jetzt halt mehr goutiert, der wird mehr geliebt von den Menschen. Weil halt so was wie Coldplay oder wenn du einen normalen Radiosender anmachst...

Finde ich gut, dass du hier immer wiederholt Coldplay basht. Das denke ich auch komplett mit, ist auch ein guter Take.

Ich könnte vielleicht auch sogar Taylor Swift sagen, aber dann hassen uns noch mehr Leute. Also irgendwie, wenn du so einen Mainstream-Radiosender anschaltest, das ist halt Musik, die kann KI – Stand heute, sage ich jetzt einfach mal ganz krass – genauso gut generieren. Und deswegen wird das nicht mehr so interessant oder nicht mehr so wichtig für Leute. Und Leute haben jetzt eine größere Wertschätzung für Musik, der man halt wirklich anmerkt: Da waren hochgradig kreative Menschen am Werk.

Es ist halt eine sehr optimistische Weltsicht, aber finde ich gut.

Wie gesagt, das ist wirklich super gut vergleichbar mit der Erfindung der Fotografie. Vorher haben alle Leute gegenständlich gemalt, haben halt immer versucht, die Realität so genau wie möglich abzubilden. Rembrandt und Co. Und dann kam auf einmal die Fotografie. So zu malen damals im achtzehnten, neunzehnten Jahrhundert oder noch früher – da musstest du ja dein Leben lang lernen. Das war ja ein totaler Flex, so malen zu können. Und auf einmal kam dann die Fotokamera und jeder konnte das. Und auf einmal bildeten sich dann die anderen Kunstformen aus. Das finde ich schon sehr nah dran an dieser KI-geschichte.

Ich merke, ich habe dich noch nicht hundertprozentig überzeugt. Also du hast mich noch nicht komplett abgeholt. Ich sehe es noch nicht so offensichtlich, wie du es gerade beschrieben hast. Ich check auf jeden Fall den Vergleich zur Fotografie und habe auch schon mal in ähnliche Richtungen gedacht, aber ich bin da noch zu keinem so klaren Ergebnis gekommen, dass ich jetzt sagen würde, jo, da gehe ich hundertprozentig mit. Ich würde jetzt aber auch noch nicht sagen, nee, das auf gar keinen Fall. Das könnte ein positiver Outcome sein.

Gut, gut, gut. Aber komm, lass mal wieder zu richtigen Computerthemen gehen. Wir haben die Leute hier schon mit meiner Kunsttheorie genug genervt.

Ja, finde ich gut. Da müssen die aber auch mal ein bisschen durch.

Du hast eine Grafikkarte entdeckt, von der ich wiederum interessanterweise noch nie gehört habe.

Ja, vielleicht haben es ja einige der Zuhörenden schon mitbekommen. Intel macht ja seit ein paar Jahren wieder GPUs. Waren da mal kurz preislich ganz interessant, letztes und vorletztes Jahr, als die Nvidia-Grafikkarten so teuer geworden sind und AMD auch gerade modellpolitisch nicht so richtig Füße auf den Boden bekommen haben. Aber jetzt gibt es eine neue interessante Prosumer-Karte, würde ich die eigentlich nennen: die Intel Arc Pro B70. Das ist eine Workstation-Grafikkarte, die aber vor allen Dingen in erster Linie für AI-Workloads interessant ist im Moment. Weil wir ja schon häufiger über die RAM-Krise und allgemein die Chip-Krise gesprochen haben. Und bei dieser Intel Arc Pro B70 bekommt man jetzt zweiunddreißig Gigabyte VRAM für sehr konkurrenzfähige eintausendzweihundertfünfzig Euro.

Das ist schon eine Ansage. Die einzige Karte, die irgendwie vergleichbar in der Range wäre, wäre die RTX 4000 Pro von Nvidia. Die kostet immerhin ab eintausendsiebenhundert Euro und hat nur vierundzwanzig Gigabyte RAM. Und die ist nicht so klar schneller auch. Ich habe jetzt so erste Benchmarks gesehen, das ist alles noch nicht offiziell, weil die kommen wirklich jetzt gerade in den Handel. Ich habe ein Video gesehen, wo sie in einigen LLM-Workloads schneller war als die 4000 Pro und in anderen wiederum langsamer. Da wird man jetzt die nächsten Wochen mehr darüber erfahren. Aber selbst wenn die nicht so schnell ist – zweiunddreißig Gig ist einfach wirklich eine Ansage. Man muss das ja in Relation setzen: Eine Nvidia 5090, die einzige andere consumerverfügbare GPU im Moment mit zweiunddreißig Gigabyte VRAM, die liegt eigentlich bei einem Straßenpreis von um die viertausend Euro inzwischen. Liste ist die zweitausenddreihundert oder so, aber die wirst du halt nie zu diesem Preis bekommen. Von daher ist das auf jeden Fall eine interessante Karte, vor allen Dingen für LLMs, würde ich behaupten. Für Bild- und Videogenerierung – die sind ja immer sehr CUDA-lastig. Also Nvidia CUDA, das ist halt immer so eine Sache. Das ist ja bei Apple auch so, dass die LLM-Inferenz ganz gut funktioniert, aber Grafik- und Video- und Bild- und Musikgenerierung nicht so gut, weil das sehr CUDA-lastig ist.

Aber ja, zweiunddreißig Gigabyte schnellen Speicher, die kriegst du bei der 5090, die kriegst du bei Apple, die kriegst du mit einhundertachtundzwanzig Gigabyte bei Nvidia, wenn du so eine DGX Spark nimmst, die dann aber in anderen Belangen nicht so schnell ist.

Also der KI-Hype führt auf jeden Fall dazu, dass es immer mehr Prosumer-Lokal-KI-Hardware gibt. Das finde ich tatsächlich ganz interessant.

Du kannst die natürlich auch kaskadieren, also du könntest dir da auch vier davon in dein System reinballern. Dann müsstest du wahrscheinlich dein Netzteil erweitern, aber dann kriegst du für um die fünftausend Euro einhundertachtundzwanzig Gigabyte schnelles VRAM – das ist DDR7 auch. Und da gibt es sicherlich ein paar interessante Anwendungen im Bereich LLMs, wo man da relativ viel Bang for the Buck bekommt, würde ich behaupten.

Die hatte ich schon mit unserem Hardware-Ressort besprochen. Es ist halt nicht so ganz einfach, Boards zu finden mit so vielen PCI-Express-Slots, die dann halt auch das komplett gut angebunden zur Verfügung stellen können.

Das stimmt, da musst du dir schon ein Workstation-Board besorgen, und das ist auch nicht mehr ganz so günstig. Wir müssen ein bisschen aus diesem Negativ-Trend rauskommen, aber mit dieser Hardware- und Chip-Krise, das wird uns noch ein bisschen länger beschäftigen.

Ja, ich meine, bei den Singleboard-Dingern, da ist es ja auch schlimm geworden. Ich habe neulich so ein Video von Jeff Geerling gesehen, dem Raspi-YouTuber, dass irgendwie Raspis jetzt – der Aufhänger war: Würdest du einhundertzwanzig Dollar für einen Raspi bezahlen?

Ja. Und die waren ja immer dafür bekannt, dass sie so billig waren.

Ja genau, das ist auch die Nische, in der die operiert haben. Die haben jetzt gerade die Preise offiziell erhöht. Die Vier-Gigabyte-Modelle kosten jetzt fünfundzwanzig Dollar mehr, das Acht-Gigabyte-Modell kostet fünfzig Dollar mehr, und das Sechzehn-Gigabyte-Modell kostet einfach mal einhundert Dollar mehr. Und rückt damit quasi in den Preisbereich von so Intel NUCs und anderen kleinen x86-Systemen. Und dann ist natürlich die Frage, wenn du irgendwie so einen NUC für einen ähnlichen Preis bekommst – ihr hattet ja mal ein Video gemacht bei c’t 3003 auch über diese Thin-Clients, die gerne auch für Emulations-PCs oder auch für kleine NAS-Geschichten zu Hause verwendet werden. Und die kriegt man ja deutlich günstiger als diese fast dreihundert Dollar, die man dann bezahlt. Ich wollte gerade sagen, also ich gucke es mir gerade an: Ein Sechzehn-Gigabyte-Raspi-5, der normale Preis ist so ab zweihundertvierzig Euro. Und ja, dann kann man sich auch noch andere Sachen kaufen. Aber trotzdem machen das offenbar immer noch Leute. Also diese Nische von diesen Singleboard-Computern, die ist wirklich unter Druck jetzt, weil das einfach nicht mehr dieselben Anwendungen sind, für die das interessant ist. Oder zumindest nicht mehr alle Anwendungen, wo man früher gesagt hat, das kannst du einfach einen Raspi irgendwie da kurz draufschmeißen.

Ja genau, das war cool. Wenn man sich ein Pi-hole gebaut hat oder irgendwie sowas, so eine Standardsache, die Leute sich zu Hause hinstellen – das war immer unter einhundert Euro zu machen, und da ist man jetzt langsam raus. Aber ich meine, viele Leute, die uns jetzt hier hören und sehen, die haben vielleicht auch noch Raspis in der Schublade liegen.

Also Leute, die bei c’t arbeiten, die müssen alle nur so eine Schublade aufmachen und dann haben sie ihren Raspi-Friedhof da drin.

Genau, da ist die Frage nicht, hast du einen Raspi in der Schublade, sondern wie viele hast du in deiner Schublade? Und bei der Arbeit oder zu Hause?

Und witzig finde ich auch, dass sie eine Drei-Gigabyte-Raspberry-Pi-4 angekündigt haben.

Ja genau. Den haben sie jetzt, um dagegen zu steuern, genau zwischen dem Zwei- und Vier-Gigabyte-Modell angesiedelt. Das ist, um ungefähr den Preis halten zu können. Also das Drei-Gigabyte-Modell wird ungefähr so viel kosten wie das ehemalige Vier-Gigabyte-Modell vor der Preiserhöhung. Und der CEO Eben Upton hat auch bestätigt, dass diese Preiserhöhungen jetzt absolut unumgänglich sind im Moment und dass die auch temporär sind, aber eben erst nach dem Ende dieser RAM-Krise zurückgenommen werden können. Und da gehen Brancheninsider und andere Analysten davon aus, dass das nicht vor zweitausendachtundzwanzig sein wird inzwischen.

Hat man nicht am Anfang zweitausendsiebenundzwanzig vermutet?

Nee, das haben auch Leute damals schon gesagt, aber es gibt natürlich auch immer optimistische und eher konservative Einschätzungen. Und ganz pessimistische Einschätzungen haben auch gesagt, dass das eher ein Thema für zweitausendneunundzwanzig und zweitausenddreißig ist. Und Sony hat jetzt ja auch gerade die PlayStation wieder im Preis erhöht. Ich glaube, das Pro-Modell kostet jetzt einhundertfünfzig Dollar mehr und so. Und wir haben da ja schon öfter drüber gesprochen im Podcast. Das ist einfach etwas, was jetzt so langsam erst die Auswirkungen zeigt, so ganz langsam in diesem ganzen Consumer-Elektronik-Bereich bemerkbar macht. Weil natürlich viele Hersteller auch große Mengen ordern und dann erstmal für ein Jahr versorgt sind. Und wenn die jetzt aber nachordern, dann werden da ganz andere Preise aufgerufen als vor anderthalb Jahren. Deswegen wird das erstmal leider so weitergehen. Sorry dafür.

Du bist schuld.

Ja, I know.

Schön ist ja, dass bei meiner Lieblings-Raspi-Anwendung Retro-Gaming, da ist es ja wirklich nahezu egal, wie viel RAM da drin ist. Das läuft mit einem Gigabyte, zwei Gigabyte, vollkommen egal. Also auch in diesem Spielautomaten, den wir neulich bei c’t 3003 hatten. Das ist überhaupt kein Problem. So als kleine positive Sache vielleicht. Das fand ich ganz niedlich übrigens, dass da der Mitschöpfer dieses Automaten kommentiert hat auf dem Video.

Ja, die Story kannte ich noch gar nicht. Er hat da gesagt – also kurz nochmal für die Leute, die Shame on You, die nicht alle c’t 3003-Videos gucken: Wir haben den Iconic Arcade vorgestellt, der unter anderem von Medion gemacht wird. Das ist so ein sehr günstiger Arcade-Emulations-Automat, den gibt es gerade für dreihundertfünfzig Euro, wo ein Raspberry drin ist und Display, das ist alles schon mit dabei. Und da hat jemand gesagt, mit dem offiziellen Iconic-Arcade-YouTube-Channel-Icon, also würde ich mal vermuten, dass das echt ist, dass das halt so als Werkstudent angefangen hat, das zu konzipieren. War das so ein Experiment?

Ja. Das habe ich noch nirgendwo gehört, obwohl ich schon echt viel Iconic-Arcade-Content konsumiert habe. Aber das wusste ich noch nicht, dass das halt so ein Werkstudentenexperiment gewesen ist.

Ja, das ist aber auch ein bisschen – also ich hatte damit gar keine großen Berührungspunkte, bis du mir das näher gebracht hast. Ich bin eher so bei richtigen alten Arcade-Automaten restaurieren, das ist was, was noch auf meiner Bucketlist steht. Aber ich habe auch gesehen, als ich mir die Preise angeguckt habe – du weißt ja, ich bin da immer eher so ein bisschen: Nee, das ist nicht hundert Prozent real. Aber bei diesen Preisen kann man da wirklich nicht viel gegen sagen. Und an den Preisen merkt man auch, dass da natürlich eine kommerzielle Firma dahintersteckt, aber man merkt schon, dass da auch so eine gewisse Liebhaberei drin steckt. Und dass das jemand gemacht hat, der halt Bock hat, dass die Leute das zocken. Deswegen, fand ich ganz cool. Was wird da eigentlich, was kommen da für Games mit? Sind das irgendwelche Homebrew-Games oder wie funktioniert das?

Also erstmal finde ich das sehr charmant, dass da keine fertige Software mitgeliefert wird, sondern du kriegst so einen USB-Stick und dann bootet der erstmal in so ein Menü rein, wo man dann so Tests und so machen kann. Und dann kannst du dir in diesem Menü aussuchen, welche der Retro-Gaming-Linux-Distros du da drauf machen willst. Das finde ich halt auch der Szene gegenüber sehr respektvoll. Also dass da gesagt wird: Wir supporten alles – RetroPie, Batocera und so weiter. Ich habe dann einfach Batocera gebootet, weil ich da gerade noch einen USB-Stick liegen hatte. Und ich hatte mich auch gefragt, ob da irgendwas mitgeliefert wird, aber in das Rabbit Hole mit der Game-Lizenzierung sind sie nicht reingegangen, sondern sie sagen dann einfach: Bei Batocera kann man sich ja so Homebrew nachinstallieren.

Ja, das ist auch völlig richtig. Ich war auch nur neugierig, weil Emulation ist ja sowieso so rechtlich ein bisschen ein Grauzonenthema, weil viele Leute auch nicht lizenzierte ROMs nehmen. Es ist ja auch bekannt, dass bei diesen ganzen China-Emulationsgeräten, die man sich auf AliExpress und so bestellen kann, da sind dann halt tausende von ROMs dabei, die natürlich nicht lizenziert sind. Und da gab es ja auch vor ein paar Monaten einen Fall, wo ein YouTuber komplett seinen Account verloren hat und damit auch seine Lebensgrundlage, weil Nintendo ihn DMCA-Copyright-gestrikt hat, weil er quasi ein Unboxing und Review gemacht hat von einer chinesischen Emulationskonsole. Und dabei hat er quasi nicht lizenzierte ROMs gezeigt, anscheinend auch von Nintendo, und das hat für ihn ziemlich negative Folgen gehabt.

Ja, das ist auf jeden Fall ein Problem. Man schafft das, legale ROMs zu beziehen, aber gerade bei den Arcade-Sachen ist das halt wirklich extrem schwierig. Und bei Nintendo-Spielen.

Genau, du hattest das glaube ich auch in dem Video gezeigt. Manchmal kann man sich solche Arcade-Compilations oder Konsolen-Compilations zum Beispiel auf Steam kaufen und die dann auch wiederum auf Emulation basieren und sich da irgendwie die ROMs draus extrahieren. Aber das ist schon alles ein bisschen nervig, die sich legal zu verschaffen.

Ja, auf jeden Fall ein komplexes Thema.

Aber auch, was du gerade nochmal meintest, dass die zur Auswahl stellen, welche Distribution man installiert – das bestätigt eigentlich auch nochmal, dass das schon Leute sind, die das auch verstehen, die Szene dahinter, die da Bock drauf haben.

Ja, cool. Ich war neulich im Einkaufszentrum bei uns in Hannover, in der Ernst-August-Galerie. Wer es kennt, ist halt so eine Mall wie alle anderen.

Genau, so eine Mall halt. Ist glaube ich ECE auch.

Ja genau, die sind alle gleich. Und da standen dann so Hostessen an so einem Stand und da stand halt „World". Und ich so: World, World. Und dann hatten die da so komische Kameras oder so komische Kugeln und ich so: Hä? Was war denn das nochmal? Das kommt mir doch irgendwie bekannt vor. Und dann ist das tatsächlich dieses Sam-Altman-Projekt Worldcoin. Super umstritten, wo es irgendwie darum geht, Menschen zu identifizieren. Du guckst da in diese sogenannte Orb-Kamera und dann wird da halt so ein Iris-Scan gemacht. Und der ist komplett individuell bei allen Menschen. Und darüber sollen dann so Dinge gemacht werden, wie dass du dich im Internet ausweist, dass du Krypto bekommst – das ist wohl die Belohnung dafür, dass du dein Auge da rein gibst, dem dein Auge schenkst. Du kriegst dann halt so komische Krypto-Worldcoin-Dinger.

Und das hat mich richtig wütend gemacht, weil das halt so ein unangenehmes Projekt ist. Und wenn du dich da ein bisschen reinliest, dann liest du halt, dass in etlichen Ländern irgendwelche Klagen laufen dagegen, weil das halt ungefähr gegen alles verstößt, was so mit Datenschutz zu tun hat. Und auch, dass sie damit halt extra in Ländern angefangen haben, in den sogenannten Dritte-Welt-Ländern, wo halt Leute nicht so viel Kohle haben, um die sozusagen mit dem Krypto-Zeug zu locken, damit die alle ihre Iris abgeben. In einigen Ländern mussten die auch schon Millionen von Datensätzen löschen, weil ein Gericht entschieden hat, dass das gegen Datenschutzgesetze verstößt. Weiß ich nicht, finde ich alles unangenehm. Also die Idee, Leute zu identifizieren, kann man ja erstmal – das ist halt auch wieder ein sehr komplexes Thema, ob das gut oder schlecht ist, da gibt es Pro und Contra – aber auf jeden Fall sollte das nicht Sam Altman machen. Das ist halt so, die quasi Reisepässe oder Personalausweise der kompletten Menschheit von so einem Unternehmen ausgestellt werden.

Ja, weiß ich nicht. Nein, das sollte nicht sein. Das ist wieder so ein typischer Fall, wo Valley-Startups versuchen, Strukturen zu etablieren und quasi den Staaten und der Legislatur von Staaten damit zuvorzukommen und Standards zu schaffen, bevor irgendwie das von öffentlicher Hand übernommen werden kann. Und ich finde das auch sehr, sehr fragwürdig. Und nicht zuletzt das, was du gerade meintest mit den Dritte-Welt-Ländern, aber auch, dass die bevorzugt auf Kinder und Jugendliche gehen.

Ach, ist das so? Mir ist nur aufgefallen, dass das alles so vom Branding her sehr jung war. Und die Hostessen wirkten auch so, als wären die gerade erst erwachsen geworden. Wenn überhaupt. Ich bin auch nicht sicher, ob die das alles so hundertprozentig – die Tragweite, ehrlich gesagt, der daraus resultierenden Dinge. Aber auf alle Fälle, wenn du jetzt auf die Webseite von denen gehst – ich übersetze das jetzt mal: „World stellt sicher, dass jeder Mensch von KI profitiert." „Das ist designt, dass es von jedermann und jeder Frau geowned wird." „World puts humans first."

Das klingt wie aus Robocop 4.

Es klingt, als ob es ein neuer Robocop-Film wäre, ganz ehrlich. Und auch „Humanity Verification Project".

I doubt it. Das hört sich auch an wie Half-Life oder irgendwie sowas.

Menschen zu verifizieren. Kein Mensch hat darauf gewartet, dass ihr irgendwie kommt und diese Menschen verifiziert. Die sind ja schon da. Die leben auf dieser Welt. I don't know. Ich habe starke Bedenken, ganz ehrlich.

Ja, und wenn du dir anguckst: Das steht aufgrund von Datenschutzbedenken unter intensiver Beobachtung durch Regulierungsbehörden in Großbritannien, Deutschland, Kenia und Spanien. Und in Thailand haben sie direkt angeordnet, alles zu löschen.

Und jetzt gerade gibt es im New Yorker – den habe ich noch nicht gelesen, den Artikel – aber im New Yorker gab es einen Artikel, so eine Riesenrecherche, wie oft sich Sam Altman schon selbst widersprochen hat und wie er manipuliert und gelogen hat. Weil das ist ja ziemlich eindeutig, dass Sam Altman sehr gut immer den Leuten das erzählt, was sie hören wollen. Das ist halt so sein Talent sozusagen. Aber dass der Typ so ein bisschen eine Red Flag ist – weiß ich nicht. Jeder Mensch, mit dem ich spreche, der so ein bisschen in dem AI-KI-Game drin ist, der sagt immer so: Sam Altman, dem traue ich nicht über den Weg.

Das ist ein Take, den ich selten gehört habe bis jetzt, dass jemand gesagt hat: Sam Altman, dem würde ich auch mein Schließsystem meiner Wohnung anvertrauen. Oder da würde ich meine Kryptoschlüssel verwalten lassen.

Sam Altman, weiß nicht. Ich meine auch diese Geschichte mit seiner Schwester, die halt Missbrauchsvorwürfe macht gegen ihn. Und da auch jetzt – die hat schon mal geklagt und dann ist diese Klage abgewiesen worden, weil verjährt. Und jetzt hat sie die erneuert, weil in dem Bundesstaat, in dem das passiert ist, gibt es eine Kindsmissbrauch-Klausel, dass es eben nicht verjährt. Das ist halt – da will ich mich nicht so äußern, aber auf jeden Fall, Sam Altman, da sind viele Sachen offen, die man vielleicht nicht über ihn weiß.

Und ich finde auch so krass: Er hat ja Peter Steinberger eingekauft, den Open-Claw-Erfinder. Und jetzt ist es ja so, dass Anthropic – das wollten wir eigentlich später drüber sprechen, aber ich finde, das passt gerade so schön – dass halt Sam Altman offenbar entschieden hat, also fangen wir damit an: Anthropic hat gekillt, dass du mit einer Flatrate – ich habe ja so ein Anthropic-Claude-Max-Abo, für das ich einhundertfünfzehn Euro im Monat bezahle. Und damit habe ich halt meinen Claude betrieben als Flatrate, weil du es sonst nicht bezahlen kannst. Und dann hat Anthropic selber so einen ähnlichen Dienst gemacht, also dass du über Telegram oder über dein Handy mit Claude kommunizieren kannst. Die haben auch schon ein bisschen nachgemacht. Lustigerweise killen sie sozusagen diese Flatrate für externe Dinge erst, als sie selber ein Konkurrenzprodukt haben. Okay, will ich Anthropic nicht vorwerfen, das ist bestimmt – ich glaube auch, dass die Token-Kosten, die ich da verursacht habe mit Open Claw, das ist glaube ich eine ganze Menge gewesen. Habe ich auch schlechtes Gewissen fürs Weltklima.

Ach so, ja. Anthropic gegenüber brauchst du das nicht, aber Klima, ja, das check ich.

Auf jeden Fall, jetzt ist es ja so, dass parallel dazu OpenAI quasi erlaubt, dass du mit deinem ChatGPT-Plus-Abo, also dem, das nur einundzwanzig, zweiundzwanzig Euro kostet, damit kannst du jetzt Open Claw benutzen. Codex mit dem aktuellen Codex-5.4-LLM. Und das habe ich jetzt seit ein paar Tagen zwangsläufig, weil das andere ist ja abgestellt. Und krass, wie schlecht das ist. Es ist einfach so krass. Es macht die ganze Zeit sprachliche Fehler, denkt sich irgendwelche Wörter aus, die keinen Sinn ergeben. Ständig ist da irgendwie Hindi oder eine andere Sprache dazwischen. Es kann die Tool-Use nicht mehr richtig. Also alles, was Opus 4.6 problemlos beherrscht hat, das kann das einfach nicht mehr. Und ich denke so: Puh, und das ist hier jetzt die größte, tollste KI-Firma? Also das kommt halt noch obendrauf, dass ich immer kritischer OpenAI gegenüber eingestellt bin. Weil nicht nur, weil ich Sam Altman schwierig finde, auch weil das Produkt einfach überhaupt nicht mehr zeitgemäß ist. Finde ich krass.

Ja, wobei man auch sagen muss, fairerweise, dass die ganzen Anbieter die ganze Zeit an ihren Modellen rum-tweaken und die eigentlich auch traditionell nach der Premiere dann immer über ein paar Wochen hinweg immer dümmer werden, weil halt noch gefeintuned wird, damit sie natürlich auch ein bisschen weniger GPU-Cycles verbrauchen. Aber ja, meine persönlichen Erfahrungen sind auch – also wenn du jetzt ChatGPT, Gemini, Claude vergleichst: Die sind vielleicht alle ein bisschen dümmer geworden, aber dann zieht meines Erachtens bei so allgemeinen Sachen OpenAI den Kürzeren.

Das glaube ich sofort. Also ich benutze auch gar kein ChatGPT mehr, muss ich sagen. Ich war noch nie so Riesenfan, aber das hat schon eine Zeitlang gut funktioniert. Ich benutze das gar nicht mehr. Ich will das echt weg. Ich würde so gerne – erstmal würde ich sowieso nicht mehr so viel Kram benutzen, weil ich hänge an meinem Gehirn – aber wenn, dann würde ich so gerne lokale Modelle benutzen. Und das ist ja wirklich echt vielversprechend. Die werden ja wirklich immer besser. Also gerade Qwen.

Kimi, ein bisschen groß für zu Hause. GLM hat jetzt glaube ich auch 5.1 gerade. Ich weiß nicht, ob es schon public ist. Habe ich schon ausprobiert, ist nicht so gut. Aber Qwen 3.5.

Ach so, und jetzt gerade ganz frisch von Google – gibt ein neues, ne?

Das heißt Gemma, genau.

Gemma, Gemini, Gemma. Sehr schön. Also die lokalen Modelle heißen Gemma bei Google und das soll auch sehr gut sein.

Habe ich auch noch nicht ausprobiert, aber ich höre Gutes davon. Habe ich auf Reddit so ein bisschen vorbeiziehen sehen, aber auch noch nicht ausprobiert. Aber es sieht so aus, als wenn ich jetzt die nächsten paar Wochen hier auch zu Hause einen Rechner mit großem Unified RAM hätte, und dann werde ich auch mal wieder ein bisschen ins Local Research gehen. Weil bis jetzt habe ich meinen Wohnzimmer-PC, der hat eine 4070, aber nicht TI. Und mit diesen zwölf Gigabyte und den vierundsechzig Gigabyte RAM da drin, also bei Qwen 3.5 endet es halt irgendwo bei den Dreißiger-Varianten.

Was du da so rausfindest – ich auch. Ja, cool. Dann würde ich sagen, wollen wir mal – hast du Bock auf ein Würdest-du-lieber vielleicht?

Yeah! Unbedingt.

Ich werde jetzt überrascht von Chris. Ich kenne es nämlich selber noch nicht.

Ein lieber Zuhörer namens Helmer hat uns dieses Würdest-du-lieber geschickt. Und der hat das – deswegen passt das auch hervorragend zum Thema LLMs – der hat nämlich die Transkripte unserer Podcasts in ein LLM geschmissen.

Ah, die Mail habe ich auch gesehen.

Und hat sich mal ein bisschen schlau angestellt, weil ja irgendwie ein Vorwurf ist, dass wir immer so viel einer Meinung sind und irgendwie immer so alles hier so harmonisch zugeht.

Ich habe das für einen Scherz gehalten. Hat er das wirklich gemacht?

Ich weiß es nicht. Aber die Frage hat auf jeden Fall Potenzial dafür. Und die verstehe ich dir jetzt einfach mal. Er hat geschrieben, dass er die Transkripte unseres Podcasts in ein LLM gedumpt hat, mit dem Ziel, dass das LLM eine Frage designt für Würdest-du-lieber, die mal ein bisschen Kontroverse zwischen uns erzeugt und wo es ein bisschen Fleisch in der Diskussion gibt.

Ja, könnte sein, dass das klappt.

Damit komme ich jetzt mal raus. Und zwar: Würdest du lieber vor jedem Film einen zwanzigminütigen Trailer sehen müssen, der alle Twists inklusive Endszene verrät? Oder du schaust ab sofort nur noch komplett zufällig ausgewählte, dir zugewiesene Filme, ohne Titel, Genre, Poster oder Besetzung vorher zu kennen – und du darfst nicht abbrechen.

Ja, das geht natürlich voll auf meinen Trailer-Hass drauf.

I know, I know.

Aber ich finde halt so schwierig an der Frage, dass man nicht genau weiß, wie dieses „dir zugewiesen" funktioniert. Also wenn dieses dir Zugewiesene halt so eine mega schlaue Kuratierung ist, die mir nur Filme zeigt, die ich hundertprozentig geil finde und die genau auf mich zugeschnitten sind, dann würde ich auf jeden Fall das nehmen. Weil es ist doch geil – da muss ich mich gar nicht mehr darum kümmern, was für Filme ich mir angucke, sondern das wird sozusagen automatisch mir gefüttert. Und ich habe ja da gar kein Bedürfnis danach, die auszustellen, weil die sind ja perfekt auf mich zugeschnitten. Diese Information steckt da aber natürlich nicht drin. Und wenn das einfach zufallsgeneriert ist, dann ist das natürlich die Hölle, wenn ich irgendwelche – keine Ahnung – Matthias Schweighöfer, ZDF, whatever.

Das ist jetzt aber die Höchststrafe. Matthias Schweighöfer featuring Til Schweiger. Auf Dauerloop.

Und ich dürfte es nicht ausschalten, dann würde ich natürlich das erste nehmen.

Also ich muss sagen, ich mag ja Trailer, ich liebe ja Trailer. Aber wenn mir dann das Ende im Trailer erzählt wird, und erstmal wenn die zwanzig Minuten dauern – das nimmt natürlich auch sogar für mich ein bisschen den Spaß aus dem Film.

Ja, dann komm mal hier rüber auf die dunkle Seite der Macht.

Weil genau, ich wollte auch gerade nur noch kurz einwerfen: Du bist ja schon wiederholt dem Vorwurf ausgesetzt worden, dass du die Würdest-du-lieber immer modifizierst.

Ja, ich hab jetzt beide Varianten. Deswegen fand ich es gut, weil ich wollte gerade intervenieren und sagen: Nein, nein, das weißt du nicht.

Und wie ich den Helmer kenne, der wollte ja ein bisschen Diskussion, hat er das auch eigentlich so gemeint, dass das vielleicht nicht unbedingt deine ganzen vorhergesehenen Filme matcht. Aber natürlich, irgendwie hast du schon vorweggenommen. Ich würde mich natürlich auch für die Variante ohne Trailer entscheiden und dann lieber, weil ich liebe das tatsächlich bei Filmen, aber auch bei Spielen. Ich will am liebsten gar nichts drüber wissen, außer dass der Inhalt gut ist.

Ich habe neulich gehört, wie viele Spiele die Woche rauskommen. Es wird bei Filmen wahrscheinlich ähnlich sein. Aber da kannst du ja nicht einfach so random dir ein Spiel raussuchen. Ich mag das auch, wenn mir irgendwie Freunde sagen: Mach das mal, spiel das mal, musst du unbedingt ausprobieren. Dann mache ich das auch manchmal so, dass ich vorher extra nichts lese oder gucke.

Genau, und ich habe ja auch gerade die Einschränkung gesagt: Ich will nur wissen, dass es gut ist. Also wenn jetzt ein film über achtzig auf Rotten Tomatoes hat oder ein Game Metacritic über achtzig, dann ist mir doch egal, was da drin ist. Wenn das ein Genre ist, das ich gerne spiele, dann bin ich auf jeden Fall dabei. Erst recht, wenn mir das jemand empfiehlt. Sneak Preview im Kino ist, glaube ich, auch immer noch ein Ding. Gibt es das überhaupt noch?

Ich glaube ja. Also im großen Kino meines Vertrauens in Hannover, da gibt es das noch.

Du warst doch da auch neulich beim Moviequiz, hast du auch erzählt.

Ja, Astor, kannst du auch ruhig sagen. Kino am Raschplatz ist auch gut und Kino im Künstlerhaus ist auch gut.

Aber jetzt lass das hier nicht so ein Hannover-Podcast sein.

Ja, eben. Ich war auch schon zweimal auf so Sneak Previews und das war immer – einmal war der Film total schlecht, aber es hat trotzdem irgendwie Spaß gemacht. Wenn man gar nichts darüber weiß. Wenn man mit coolen Leuten geht, dann hat man auch trotzdem Spaß. Also der Film geht ja nur anderthalb Stunden in der Regel und selbst wenn der richtig schlecht ist, kann es auch irgendwie lustig sein. Man sollte nur nicht zu viele schlechte Filme hintereinander gucken, das kann sich eventuell auch negativ auf das eigene Geschmacksprofil auswirken.

Heise hatte übrigens als Aprilscherz, dass sie die Cinemax-Kette kaufen. Und das hatte dann auch so ein Heise-Max-Logo.

Ich weiß nicht. Hätte ich auch als Take machen können, dass ich Aprilscherze hasse. Weil ich als Journalist so denke, in einer Zeit, wo sowieso so viel Desinformation herrscht und einige Leute das Vertrauen in den Journalismus verlieren, dann muss man das doch nicht auch noch durch Aprilscherze forcieren, dass man halt irgendwie falsche Sachen schreibt oder kommuniziert in die Welt raus. Finde ich schwierig. Das wäre ein Take eigentlich.

Das wäre ein Take gewesen und da gehe ich auch gleich dagegen, weil ich finde Aprilscherze super und ich finde auch, dass wir sie uns nicht nehmen lassen sollten, trotz der aktuell globalpolitisch leicht angespannten Lage. Ich bin komplett hier für Aprilscherze. Ich habe selber bereut – an dem Tag ist mir erst nachmittags aufgefallen, dass der erste April ist. Und da war ich ein bisschen traurig, dass ich das irgendwie bis dahin noch nicht ausgespielt hatte. Ich habe auch, glaube ich, wirklich keinen einzigen Aprilscherz dieses Jahr gemacht.

Ich finde Aprilscherze unter Freunden, in der Familie, mit Kindern vor allem – das finde ich alles gut und lustig. Aber in Medien halt nicht. Aber wie gesagt, ist doch schön, dass wir mal nicht einer Meinung sind.

Ja, lass es das doch mal so stehen lassen.

Ja, lass lieber ein bisschen öfter streiten hier. Wie seht ihr das? Schreibt gerne eine Mail, wie ihr das seht. An 4004@ct.de bitte. Was war sonst los?

Cisco hatte einen kleinen Security Breach, hast du mitbekommen?

Ein Sicherheitsbrech.

Ein kleiner Sicherheitsbrech, genau. Man könnte auch das deutsche Fachwort Cyberattacke verwenden.

Ja, sehr gut.

Ich dachte, das wäre vielleicht ganz interessant, weil wir ja auch letzte Folge und auch davor schon über den Impact von LLMs auf Cybersicherheit gesprochen haben. Und das war tatsächlich eine Attacke, die wurde ausgeführt von einer Gruppe namens Team PCP und wurde mit einem autonomen Bot ausgeführt namens HackerBot_Claw. Was ich ganz interessant fand, weil das ja ein indirekter Hinweis sein könnte, dass das eventuell eine Open-Claw-Instanz sogar war. Und dieser HackerBot_Claw hat bei einem Open-Source-Projekt namens Trivy, was ein Security-Scanner für große Software-Projekte ist – das haben die kompromittiert und haben ein Access-Token geklaut. Und über diesen Access-Token haben sie rund ein Dutzend NPM-Pakete – da sind sie wieder, haben wir auch gerade drüber gesprochen – kompromittiert. Die wiederum von anderen großen Projekten in deren CI/CD-Pipelines benutzt wurden. Also CI ist Continuous Integration, das heißt quasi, dass bei jedem eingecheckten Commit auf dem Repository ein neuer Build gemacht wird. Und CD ist Continuous Deployment, dass quasi dann auch diese Builds deployed werden.

Und über diesen Exploit sind sie unter anderem dann auch bei Cisco ziemlich gut reingekommen und haben da so Sachen gemacht wie zum Beispiel dreihundert private Repos geklont. Da waren zum Beispiel auch Projekte dabei wie der AI Assistant von Cisco oder auch AI Defense, was deren Enterprise-AI-Sicherheitstool ist. Oder Source Code und Designs für unveröffentlichte Produkte wurden auch geklaut. Unter anderem auch Repos von Kundenprojekten, zum Beispiel mit Banken und Regierungsentitäten. Also wenn ihr ein Projekt mit Cisco habt, dann kann man davon ausgehen, das ist schon ein wichtiger Laden. Das ist nicht irgendwie so eine Brot-und-Butter-Bude, die mit denen Shared Projects haben. Und ja, das nur mal wieder als Beispiel dafür, wie AI in diesem Bereich die Welt ein wenig unsicherer macht und dass da echte Breaches draus resultieren.

Ja, vor allem wenn du da ein lokales Modell hast – das ist natürlich das Ding: Wenn es lokale Modelle gibt, die fähig sind, dann wird es natürlich Leute geben, die versuchen, diesen lokalen Modellen die Sicherheitsnetze rauszureißen. Und dann kannst du natürlich einfach – da kann Open Claw jetzt in dem Moment nichts für – aber da kannst du dann einfach so ein agentisches System, du kannst ja auf ein LLM auch ein Claude Code einbauen, und dann kannst du einfach sagen: Hack dich irgendwo rein. Und dann versucht es halt tausend Möglichkeiten, um da reinzugehen. Und das wird auf jeden Fall ein Thema sein. In Zukunft. Oder heute schon.

Das hat auch schon bei Modellen noch ohne entfernte Security Guardrails funktioniert. Mit dem einfachen Prompt: Du bist ein Security Researcher und machst Penetration Testing bei dieser und jener Web App. Also ja, das ist auf jeden Fall real, diese Bedrohung. Und es wird auch – nicht jeder Hersteller macht ja immer Full Disclosure. Man kann davon ausgehen, dass da im Moment ziemlich viel passiert hinter den Kulissen. Und das wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir von solchen Sachen hören.

Ja, weil letztens hatten wir schon den Take, dass du halt KI benutzen musst, um die KI-Bedrohung in den Griff zu kriegen.

Ja, würde ich mir gut vorstellen, dass Cisco sich da auch helfen lässt. Das ist halt die neue Realität.

Die Frage stellt sich halt ja auch gar nicht mehr: Wenn deine Gegner das benutzen oder die potenziellen Hacker deiner Infrastruktur, dann musst du das benutzen als präventive Abwehrmaßnahme.

So sieht es aus.

Ja, hast du noch einen Shoutout, mein Jung?

Hätte ich, diese Woche. Geil.

Shoutout!

Mein Shoutout diese Woche geht an die Revision Demo Party. Das ist die größte Demo Party der Welt, in Deutschland, jährlich immer zu Ostern.

Falls ihr euch zufällig fragt, was ist eine Demo?

Danke, das wollte ich gerade erklären. Also vielleicht erinnern sich ja noch einige Leute daran, dass man früher zur Homecomputer- oder auch PC-Zeiten oder auch auf Konsolen irgendwie sogenannte „dezentralisierte Sicherheitskopien" hatte – die hießen immer bei uns im technischen Jargon so. Also der normale Mensch bezeichnet sie auch gerne als Raubkopien. Bei diesen Raubkopien, wenn man die früher gespielt hat auf diesen Homecomputern oder später auch auf PCs, da gab es immer solche kleinen Vorspänne, wo dann irgendwie stand, das Spiel wurde von der und der Cracker-Gruppe released und von dem und den Leuten gecrackt, also sprich der Kopierschutzmechanismus entfernt. Und diese kleinen Vorspänne, die quasi vor der Software waren, die wurden immer ausführlicher und technisch immer anspruchsvoller über die Jahre. Und haben sich dann spätestens ab Mitte der Neunziger zu einer eigenen digitalen Kunstform abgespalten: die sogenannte Demo-Scene.

Bei der Demo-Scene geht es, grob und sehr pauschal ausgedrückt, darum, dass man der Hardware maximale Leistung entlockt beziehungsweise auch durch Programmiertricks Resultate erzeugt, die eigentlich auf dieser Hardware nicht möglich sind. Dazu gibt es verschiedenste Techniken, wie zum Beispiel Pre-Calcing, also dass man etwas vorrechnen lässt und dann nur abspielt. Eine andere Disziplin ist zum Beispiel das sogenannte Size Coding, wo man einfach versucht, die möglichst kleinste ausführbare Binary zu erzeugen.

Ach so genau, es gibt so 4K-Demos, wo du so denkst – mit Musik und krasser Grafik – wie haben die das in viertausend Byte reingekriegt?

Sechsundneunzig Byte, ja, das ist eine der populärsten Disziplinen tatsächlich der letzten Jahre. Und es ist unfassbar, was es da gibt. Oder viele Leute haben vielleicht auch – es gab zweitausendvier ein Game von einer deutschen Demoscenengruppe namens Farbrausch, die auch sehr bekannt ist.

Kkrieger, ne?

Ja genau, Kkrieger, das war ein Shooter in sechsundneunzig Kilobyte. Also kompletter Ego-Shooter in sechsundneunzig Kilobyte, das war so ungefähr zu Doom-3-Zeiten und war für damalige Zeit grafisch sehr anspruchsvoll. Also das sah schon wirklich sehr gut aus. Und selbst ohne diesen Hintergrund mit den sechsundneunzig KB war das für ein Freeware-Game schon eine krasse Nummer damals. Die Spielbarkeit war jetzt so – da hätte man noch eine Schippe drauflegen können. Aber selbst wenn man das heutzutage startet, ist das Ding immer noch sehr eindrucksvoll.

Was ist deine Lieblingsdemo aller Zeiten? Wenn du dir eine aussuchen müsstest.

Meine Lieblingsdemo ist Razer 1911, berühmte Cracker-Gruppe, „Voyage" auf dem Amiga. Shoutout Sim, Murdoch und Drake, das waren die drei Typen aus Hannover und Umgebung, die das programmiert haben und die Grafik und den Sound gemacht haben. Ich packe mal einen Link in die Shownotes. Das wird heutzutage, ich glaube, das erreicht die Leute nicht so richtig. Aber ich habe diese Demo damals live auf dem Amiga gesehen, und zwar wenige Tage nach dem Release. Die wurde auch auf einer Demoparty released.

Darf ich meine sagen? Meine ist Future Crew „Second Reality" von neunzehnhundertdreiundneunzig. Ich glaube, die habe ich mir so oft angeguckt, weil die einfach so krass war damals.

Ja, mega. Auch absolutes Highlight der PC-Demo-Geschichte. Eines der ersten richtig krassen Mega-Demos auf dem PC. Es gibt übrigens auch eine C64-Version davon. Hast du die mal gesehen? Also Jahre später haben Leute halt einen C64-Port gemacht. Und der ist auch insane. Die holen immer noch mehr aus den alten Rechnern raus.

Wie alt ist der C64 jetzt?

Neunzehnhundertzweiundachtzig, dreiundachtzig rausgekommen. Also auf jeden Fall deutlich über vierzig Jahre. Es werden immer noch krasse Sachen released. Neue. Es ist immer noch nicht ausgereizt. Das finde ich so krass.

Genau.

Und darum geht es bei dieser Demo-Scene. Und die Leute treffen sich auf den sogenannten Demo-Partys und da gibt es dann Wettbewerbe in verschiedensten Disziplinen. Also wir haben gerade schon ein paar genannt, zum Beispiel Vier-Kilobyte-Demo-Intro auf dem PC oder auch die sogenannte Oldschool-Competition heutzutage, meistens die ganzen 8-Bit- und 16-Bit-Dinger zusammengefasst, bis auf den Amiga, der eine Sonderstellung in der Demo-Scene hatte. Will ich jetzt hier nicht zu weit vertiefen. Auf jeden Fall, die Revision-Demo-Party ist die größte Demo-Party der Welt. Sie ist selbst der Nachfolger der davor ehemals größten Demo-Party der Welt, nämlich der Breakpoint. Die Revision ist der Nachfolger der Breakpoint, die wiederum der Nachfolger der Mekka & Symposium ist. Das ist eine lange Tradition von deutschen Demoszenern.

Sind da Leute unter dreißig?

Ja, das ist krass. Ich bin selber gar nicht so aktiv. Ich würde mich als passiven Demoscener bezeichnen. Ich will aber seit einer Million Jahren endlich mal zur Revision fahren. Vorletztes Jahr war ich mal auf der Evoke in Köln. Das war auch sehr nett. Shoutout Evoke. Falls euch diese digitale Echtzeitkunstgeschichte interessiert, guckt mal, was bei euch so in der Gegend für Partys sind. Es gibt auch eine große zentrale Seite, nämlich pouet.net. Pack ich auch mal in die Shownotes, was so quasi ein zentrales Repository ist für alle Demos und Produktionen aus der Demoszene. Und da kann man auch sehen, welche Partys wann und wo sind. Und das ist auf jeden Fall eine super nette Szene. Ich muss sagen, ich bin da auch wirklich sehr lieb aufgenommen worden. Kenne jetzt auch über die Jahre ein paar Leute, die da aktiv sind und selber Sachen releasen. Und das ist ein interessantes Hobby. Wenn euch das interessiert, dann schaut mal zu so einer Demo-Party. Das ist cool. Damit ende ich einfach den Shoutout an die Revision Demo Party, veranstaltet vom Tastatur und Maus e.V., einem gemeinnützigen Verein für digitale Kultur. Das ist eine coole Sache.

Wo ist die denn, die Revision?

Die ist in Saarbrücken.

Ah, okay. Interessant. War ich noch nie.

Aber es gibt auch die Evoke in Köln oder die Deadline in Berlin. Und die sind alle interessant. Es gibt auch die Nordlicht, ich glaube, in Bremen. Es gibt sehr viele Demopartys mit ganz verschiedenen Größen. Also zur Revision kommen halt mehrere tausend Leute auch aus der ganzen Welt. Und zu den kleineren Demopartys kommen halt auch manchmal nur dreißig oder fünfzig Leute. Das wollte ich mal einen kleinen Shoutout geben, weil die Revision immer Ostern ist und das war jetzt gerade. Und ich packe euch mal den Link zu deren YouTube einfach hier noch mit in die Shownotes, und dann könnt ihr euch mal, falls sowas interessiert, ein paar Competitions anschauen.

Finde ich gut. Ja, interessant. Ja, ich glaube, wir sind durch.

Sind wir durch. Ich wünsche dir alles Gute. Ich gucke mir vielleicht tatsächlich jetzt erstmal diese Amiga-Demo an, von der du geredet hast.

Ja. Lass uns die auch mal verlinken, unsere beiden Lieblings-Demos.

Das machen wir auf jeden Fall. Also braucht man auch nicht die Original-Hardware, sondern die gibt es alle auf YouTube.

Und tschüss, ihr da draußen und tschüss, Chris.

Ja, danke fürs Zuhören und Keno, viel Spaß in Japan. Ich freue mich schon sehr auf unsere Folge aus Japan. Und ich sag euch: Macht's gut, bis gleich. Tschüss.

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